Märkte gab und gibt es in allen Ländern, Städten, Dörfern und sogar am Strassenrand. Einige – wie zum Beispiel der Viktualienmarkt in München oder der Hamburger Fischmarkt - gelangen auch über ihren Standort hinaus zur Berühmtheit. Was fasziniert an den Verkaufsständen unter freiem Himmel oder in den extra dafür gebauten Markthallen? Gehen wir der Sache einmal auf den Grund, denn auch ich bin eine bekennende Marktbesucherin.
Das Angebot auf dem Markt besticht durch die Vielfalt, die sich noch von Region zu Region unterscheidet. Zur Apfelzeit bieten die Obstbauern und Gartenbesitzer wahrscheinlich gleich viele Apfelsorten an, aber im Norden entdeckt man andere Sorten als im Süden. Viele dieser Obst- und Gemüsesorten gelangen nur auf den Wochenmarkt und werden ausschliesslich hier verkauft, denn derart kleine Mengen reizen keine Supermarktkette. Frisch vom Bauern um die Ecke Selbsterzeuger
Malerisches Angebot an frischen Tomaten, Bohnen und Gurken
Spezialitäten auf dem Markt
Es müssen nicht immer "Modefische" wie Lachs oder Thunfisch sein. Auch die seit der Antike geschätze Dorade ist sehr schmackhaft. Ebenso "alt" in der Herstellungsart ist das von Genussspechten geschätzteSteinofenbrot. Wochenmärkte sind Goldgruben für Käse-Kenner, Fisch-Liebhaber, Seltene-Apfelsorten-Durchschmecker... Dort warten viele regionale Spezialitäten auf ihre Entdeckung. Spezialitäten
Artischocken frisch vom Markt
Marktfrauen-Geschichte(n)
Gut vorbereitet legte sie den selbst gestrickten Sonntagspullover aus altrosa Mohairwolle neben die Gemüsekiste auf eine saubere Zeitung. Mit dem Anziehen wartete sie, bis die Fotografen am Nachbarstand angekommen waren, denn sie wollte den Pullover nicht schmutzig machen. Ausserdem war es noch kalt auf dem Markt. Für die alte Marktfrau war dieses Spielchen nicht mehr neu. Alle vier - oder sind es gar fünf - Jahre kam der Ortsvorsteher. Er kaufte ihr für einen guten Preis Gemüse ab, das er jetzt blank geputzt und schön dekoriert in einem Korb bereit hielt, damit sie diesen Korb lächelnd übergeben konnte – an den Herrn Ministerpräsidenten auf Wahlkampftour. Marktfrauen haben ihre eigenen Geschichten - jede eine andere. Marktfrauen
Fischverkäuferin
Jahreszeiten
Erdbeeren gibt es doch das ganze Jahr! Stimmt! Aber wissen Sie auch noch, wie gut die reifen Erdbeeren schmecken, die frisch vom Beet geerntet werden und noch am gleichen Tag auf den Markt kommen? Genau so geht es mit vielen anderen Dingen. Weidenkätzchen und Forsythien bestimmen den Frühling, Mistelzweige den Winter. Die Spargelsaison hört schlagartig mit dem 24. Juni auf – dem Johannistag ... Wie die Zugvögel kommen und gehen spezielle Marktbeschicker. Nach ihnen könnte man „den Kalender stellen“. Weidenkätzchen und Forsythien bestimmen den Frühling, Mistelzweige den Winter. Die Spargelsaison hört schlagartig mit dem 24. Juni auf – dem Johannistag ... Entdecken Sie die regionalen Besonderheiten Ihres Marktes. Es lohnt sich! Jahreszeit
Ein Tag zum im Kalender ankreuzen
Überdachte Märkte
Markthallen schützen Kunden und Ware vor übermässigen Witterungseinflüssen wie Sonneneinstrahlung, Kälte, Wind und Regen. Einige mauserten sich zu überregionalen Besonderheiten. Anspruchsvolles Warenangebot in historischer Architektur - ein Rundgang kurbelt Augen, Nase und Zunge an. Markthalle
Stuttgarter Markthalle, Innenansicht
Frisch vom Markt in den Kochtopf
Über-den-Markt-gehen heisst auch gleichzeitig für das Frühstück, das Mittagessen, das Abendessen, das Festessen... auszusuchen und einzukaufen. Für die Marktanfänger bedeutet es eine gewaltige Umstellung vom Supermarktgemüse oder gar der Tiefkühlkost zu erntefrischen Lebensmitteln. An Wurzelgemüse zum Beispiel klebt häufig noch die Erde. Zwischen den Kirschen finden Sie noch kleine Ästchen und Blätter. Die Lauchspitzen aus der Erdmiete können im Winter oben abgefroren sein (was der Qualität aber keinen Abbruch tut). Die meisten Gemüse wachsen nicht in einheitlicher Normgrösse. Sie müssen erst noch halbiert, geviertelt oder sonst wie in eine einheitliche Form gebracht werden, damit sie gleichmässig garen. Planen Sie gleich von Anfang an etwas mehr Zeit für die Vorbereitung ein, dann kommen Sie nicht in Stress und der Spassfaktor steigt mit jeder gelungenen Mahlzeit. Geniessen